Bild Wohnen für Menschen mit Behinderung im St. Antoniushaus des SkF e.V. Kiel

Förder- und Therapieangebote

Ergotherapie

Individuell angepasste Hilfen.
Individuell angepasste Hilfen.

„Ziel der Ergotherapie ist es, durch den Einsatz von Aktivitäten, Betätigung und Umweltanpassung dem Menschen eine größtmögliche Handlungsfähigkeit im Alltag, Lebensqualität und gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen.“ (Definition: Deutscher Verband der Ergotherapeuten (DVE), 2007)

Schwerpunkte unserer ergotherapeutischen Einzelbehandlungen bilden die Unterstützung bei der Körper- und Sinneswahrnehmung, der Handlungskompetenz und der Interaktion. Die enge Anbindung an die Lebenswelt in den Wohngruppen fördert den intensiven Austausch mit den dort arbeitenden Kolleg_innen sowie Bewohner_innen. So kann neben den verabredeten Förderzielen zum Beispiel auch eine individuelle Zimmer und Umfeldgestaltung umgesetzt werden.

Bei der Herstellung von Handlagerungsschienen steht die Schmerzvermeidung und Kontrakturprophylaxe im Vordergrund.

Die enge Vernetzung mit Physiotherapie, externen Therapeuten und Orthopädiefirmen erweitert und komplettiert die Gesamtsicht auf die Bedürfnisse der Bewohner_innen.

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Physiotherapie (Krankengymnastik)

Bild Physiotherapie

Physiotherapie ist die gezielte Behandlung gestörter physiologischer Bewegungsabläufe. Auf der Grundlage der ärztlichen Diagnose und einer entsprechenden Verordnung werden für jede Bewohnerin und jeden Bewohner Therapieziele zur Erhaltung, Wiederherstellung oder Verbesserung von gestörter Funktion und Leistungsfähigkeit des Gesamtorganismus’ angestrebt. Die Behandlung der Physiotherapie orientiert sich am individuellen Befinden der Bewohner_innen.

Die Kollegen_innen der externen Physiotherapie-Praxis haben eine enge Anbindung an den Alltag der Bewohner_innen und eine lange und umfangreiche Erfahrung in der Arbeit mit Menschen mit Behinderungen aller Altersgruppen Sie haben umfangreiche Kenntnisse in der Versorgung mit Hilfsmitteln und stehen ebenfalls im Kontakt mit mehreren Fachrichtungen.

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Snoezelen

Bild Snoezelen

Das Kunstwort Snoezelen stammt aus dem Holländischen und ist zusammengesetzt aus den beiden Begriffen „snuffelen“ (schnüffeln) und „doezelen“ (dösen). Die Benutzer_innen unseres ganz in Weiß gehalten Snoezelenraumes können in einer stimmungsvollen, speziell ausgestalteten Umgebung Angebote zum Riechen, Schmecken, Hören, Sehen und Spüren erleben.

Wichtig ist, dass nicht die Vielfalt der technischen Möglichkeiten im Vordergrund steht, sondern der Dialog der Menschen miteinander. Im Gegensatz zu vielen Situationen, in denen Menschen mit Behinderung sich ihrer Umgebung anpassen sollen, wird beim Snoezelen versucht, eine ihnen angemessene jeweils individuelle Umgebung zu schaffen. Hierzu werden die vielen unterschiedlich einsetzbaren Elemente des Snoezelenraumes so zusammengestellt, dass eine optimale Wirkung erzielt wird.

Es wird eine Situation geschaffen werden, in der je nach Bedarf Entspannung, Anregung oder Beschäftigung möglich ist.

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Unterstützte Kommunikation (UK)

Auswahl an elektronischen Hilfen.
Auswahl an elektronischen Hilfen.
Gebärden
Gebärden
Symbole
Symbole

Maßnahmen der Unterstützten Kommunikation haben das Ziel, die kommunikativen Möglichkeiten von Menschen mit fehlender oder schwer verständlicher Lautsprache zu verbessern. Dabei ergänzen sich Sprachtherapie und Unterstützte Kommunikation aufs Beste. Das Angebot gilt für alle Bewohner_innen und ist voraussetzungslos. Grundlage ist eine Diagnostik der individuell vorhandenen kommunikativen Fähigkeiten und Möglichkeiten.

Der Einsatz von unterstützenden Kommunikationsmethoden sollte schon möglichst früh erfolgen, damit rechtzeitig relevante Erfahrungen gemacht und vielfältige kommunikative Kompetenzen erworben werden können.

Es werden sämtliche Möglichkeiten genutzt, einem nichtsprechenden Menschen ein wirksames Kommunikationssystem bereitzustellen, damit er in seinem individuellen Alltag teilhaben kann.

Zum Einsatz kommen beispielsweise:

  • Basale Kommunikation
  • die Erweiterung körpersprachlicher Zeichen
  • Bilder, Fotos, Gegenstände, Kommunikationstafeln und -bücher, Symbolsysteme, Gebärden
  • ein individueller Wortschatzaufbau
  • Visualisierungs- und Strukturierungshilfen
  • Lesen und Schreiben

Technische Hilfen:

  • sowohl kleine wie auch umfangreiche elektronische Geräte mit Sprachausgabe
  • vielfältige Ansteuerungshilfen, auch zur individuellen Umfeldkontrolle
  • Software und Lernprogramme

Ein regelmäßig tagender UK-Arbeitskreis sichert die Qualität und das Angebot sowie die Beratung des gesamten Umfeldes. Die Trainerin für die Unterstützte Kommunikation ist fest im Haus angestellt.

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Individuelle Therapien

Neben allen regelmäßigen Förder- und Therapieangeboten gibt es eine Vielzahl an individuellen Therapien, die auf ärztliche Verordnung oder nach Absprache mit dem Kostenträger möglich sind – wie z.B. Mundtherapie oder Musiktherapie.

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