SBW MuKi-Bereich im St. Antoniushaus

Einrichtungsart

Seit dem 01. Februar 2019 bietet SBW MUKI (Sonstige Betreute Wohnform Mutter-Kind) für die abschließende Verselbständigung der Mütter im Anschluss an die differenzierten stationären Betreuungsformen unserer Mutter-Kind-Einrichtungen drei vollständig eingerichtete Appartements im trägereigenen Gebäudekomplex. Diese im Betreuungsumfang deutlich reduzierte Hilfeform bietet bis zu drei Müttern geeignete Bedingungen zur weiteren Entwicklung der Autonomie, Verselbständigung und Verfestigung der verantwortlichen Versorgung und Betreuung ihrer Kinder.

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Zielgruppe

Volljährige Mütter, die bereits eine stabile Entwicklung im Mutter-Kind-Bereich durchlaufen haben in Verbindung mit:

  • einer schulischen/ beruflichen Ausbildung oder einer Arbeitsstelle mit gewährleisteter täglichen Kinderbetreuung durch Tagesmutter/ Krippe/ Kindertagesstätte/  Schule
  • ausreichender Kompetenz hinsichtlich der nächtlichen Eigenbetreuung des Kindes/ der Kinder
  • erkennbarer Eigeninitiative einer weiteren Verselbständigung im Zusammenleben mit dem Kind/ den Kindern

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Plätze/ Raumangebot

Das Angebot findet im Stadtteil auf dem Gelände des St. Antoniushauses (im Hauptgebäude mit eigenständigen Zugangsmöglichkeiten), in trägereigenen Wohneinheiten von 1,5 bzw. 2,5 Zimmern statt. Die Mütter leben mit ihren Kindern in vollständig eingerichteten Appartements mit eigener Pantryküche und eigenem Badezimmer. Ein Gemeinschaftsraum steht für Gruppenaktivitäten zur Verfügung.

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Aufnahme

Die Mütter müssen sich vor dem Wechsel ins SBW bereits in einer stationären Mutter-Kind-Einrichtung umfassend in der Versorgung ihrer Kinder und Haushaltsführung bewährt haben.

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Ausgestaltung des Angebotes

  • Die Betreuung findet vor Ort zu den krisenanfälligen Zeiten im Familienalltag zum Tagesstart und in den Abendstunden statt
  • Am Wochenende besteht nachmittags eine Präsenz einer pädagogischen Mitarbeiterin
  • Der Umfang der Hilfe richtet sich flexibel am Bedarf der jeweiligen Mütter mit ihren Kindern, getreu dem Motto: so viel wie nötig und so wenig wie möglich
  • Zugriff auf Nachtbereitschaft des Mutter-Kind-Bereiches

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Ziel des Angebotes

  • Das Selbsthilfepotential der Mütter ist gestärkt
  • Die familiäre Organisation in Alltagssituationen wird eigenverantwortlich übernommen
  • Krisensituationen werden eigenständig bewältigt unter Nutzung eigener und im persönlichen Umfeld oder Sozialraum gelegener Ressourcen
  • Die altersgemäße und entwicklungsentsprechende Versorgung des Kindes/ der Kinder werden sichergestellt
  • Die berufliche und wirtschaftliche Perspektive ist geklärt
  • Eigener Wohnraum kann bezogen werden

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Mitarbeiterinnen

Die Bewohner/innen werden weiterhin vom Stammteam der stationären Mutter-Kind-Einrichtung betreut. Von großer Bedeutung ist hier, dass sie nach dem Wechsel aus der vollstationären Betreuung ins SBW weiterhin von der jeweiligen Bezugsbetreuerin begleitet werden können.

Das interdisziplinäre Team besteht aus Dipl.-Sozialarbeiter/pädagoginnen, Erzieherinnen und einer Hauswirtschaftskraft zur Anleitung der Bewohnerinnen.

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Finanzierung

Die Finanzierung des Mutter-Kind-Bereiches wird durch die Kostenträger der Jugend- und Eingliederungshilfe nach SGB VIII / SGB XII übernommen. Das Entgelt beinhaltet je einen tagesbezogenen Pauschalbetrag für Mutter und Kind.

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