Am Karfreitag wird es still.
Viele gehen. Die Jünger Jesu fliehen – aus Angst, aus Enttäuschung, aus Überforderung.
Doch einige bleiben.
Frauen stehen unter dem Kreuz. Sie weichen nicht. Sie halten aus.
Sie sind nicht laut.
Aber ohne sie wäre niemand mehr da.
Noch bevor von Auferstehung gesprochen wird, geschieht etwas Entscheidendes:
Menschen bleiben – mitten im Leid und mitten in der Ungewissheit.
Diese Erfahrung prägt auch unsere Zeit.
Viele kehren der Kirche den Rücken. Gründe gibt es genug.
Und doch bleiben viele bei Jesus.
Gerade Frauen bleiben bei seiner Botschaft – still, selbstverständlich und praktisch.
Sie sorgen dafür, dass Glaube weitergegeben wird.
Sie halten Gemeinschaft zusammen.
Sie stehen für Menschen in Not ein.
Sie bleiben – auch dann, wenn es schwer wird.
Dieses Bleiben ist keine Schwäche.
Es ist Stärke.
Es ist ein bewusstes Ja:
ein Ja zu Gott
ein Ja zum Leben
ein Ja zu einer Kirche, die nicht fertig ist – aber Zukunft hat
Ostern beginnt nicht erst im Licht des Ostermorgens.
Ostern beginnt dort, wo Menschen sich nicht entmutigen lassen.
Wo sie bleiben.
Wo sie glauben.
Wo sie weitergehen.
In diesem Sinne wünschen wir Ihnen eine gesegnete Osterzeit.


