Zwei Musikbetten für Menschen mit Behinderungen

Die Lieblingsmusik mit allen Sinnen genießen können

  • Kosten pro Bett: ci. 1.500 Euro – Kosten gesamt: circa 3.000 Euro
  • Bereits erhaltene Spenden:  

Musik macht gute Laune: Wenn das Lieblingslied erklingt, strahlt wohl ein jeder übers Gesicht. Man hat gleich gute Laune. Es gibt Musik für jede Stimmung: Mal macht sie wach, mal entspannt sie uns. Musik hilft. Auch den Menschen mit schweren Behinderungen.
Die Bewohnerinnen und Bewohner des St. Antoniushauses des SkF können jedoch nicht selbstständig den CD-Spieler oder das Radio anmachen, um ihre Musik zu hören. Die 53 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die im Wohnbereich für Menschen mit Behinderungen leben, haben schwere mehrfache Behinderungen. Nur wenige können sich selbstständig fortbewegen, die meisten sind auf Hilfsmittel zum Liegen, Sitzen, Stehen, und Fortbewegen angewiesen. Die wenigsten können sprechen oder selbstständig essen. Viele sind blind – doch Musik mögen sie alle.
Das Team des Wohnbereichs möchte den Bewohnerinnen und Bewohnern Musik erlebbar machen – mit allen Sinnen und dem ganzen Körper. „Dafür wünschen wir uns zwei Musikbetten“, erklärt Fachbereichsleiterin Katrin Rohde. Die lassen sich an jede Stereoanlage anschließen. „Damit können wir auf alle Musikvorlieben individuell eingehen“, sagt Katrin Rohde.
„Alle unsere Bewohnerinnen und Bewohner haben ihre Lieblingsmusik – der eine mag Schlager, der andere mag es rockig.“ Die Holzbetten verfügen über acht Lautsprecher, die alle Töne und Bässe – dank des Holzkorpus‘ – verstärken. „Die Musik ist für den im Bett Liegenden mit dem ganzen Körper spürbar – besonders die Schwingungen, die durch die tiefen Basstöne entstehen, können gespürt werden“, sagt Katrin Rohde. Da viele der Bewohnerinnen und Bewohner starke Sehbehinderungen haben, ist das Thema „Spüren, Wahrnehmen, Lauschen“ ein sehr bedeutsames.
Ebenfalls bedeutsam ist, dass die Betten so nebeneinander platziert werden können, dass die Menschen trotz eingeschränkter Motorik auch Kontakt aufnehmen können. 
Die beiden Musikbetten sollen im Rahmen der tagesstrukturierenden Maßnahmen im St. Antoniushaus genutzt werden. Diese Maßnahmen haben einen anregenden und fördernden Charakter. Angebote für Bewegung, Wahrnehmung, Sinne und Aktivitäten sowie Kontakt und Kommunikation stehen dabei im Vordergrund. Das Nutzen der Musikbetten bedeutet für die Bewohnerinnen und Bewohner eine weitere Chance der Teilhabe in einem ihnen möglichen Rahmen. 

Ansprechpartnerinnen:
Katrin Rohde, Myriam Hahnkamm, Fachbereichsleiterinnen
Tel: 0431-6685-130/ -132
Mail k.rohde(at)skf-kiel.de
m.hahnkamm(at)skf-kiel.de

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