Bild Kita SkF e.V. Kiel
09. April 2018

Beim PEKiP spielerisch die Welt entdecken

Neuer Kursus für Babys ab 12. Lebenswoche startet beim SkF e.V. Kiel in Flensburg


Spielen, krabbeln, die Mattenberger herauf- und herunter zu turnen gehören zu den liebsten Beschäftigungen von Lino (1). Ihre Umwelt mit allen Sinne erleben das können Babys ab der 12. Woche in den neuen PEKiP-Kursen des SKF in Flensburg. Foto Jennifer Ruske/hfr

Krabbeln lernen, die Welt entdecken und das in einer Gruppe mit gleichaltrigen Spielgefährten und den Eltern – eine spielerische Unterstützung der Entwicklung von Babys im ersten Lebensjahr bieten die PEKiP-Kurse des Sozialdienstes katholischer Frauen e.V. Kiel (SkF) in Flensburg Eltern und ihren Kindern. Ein neuer Kursus startet ab 17. April in der Förde-Klinik. 

Leichte Kleidung ist für die Eltern empfehlenswert. Denn der Gruppenraum ist dank Fußbodenheizung und dicker Matten kuschlig warm. Kein Wunder, denn hier sollen sich vor allem die Babys wohlfühlen, die sich ohne Kleidung und Windel frei bewegen und ihre Umgebung mit allen Sinnen wahrnehmen dürfen. Maximal acht Babys und ihre Eltern treffen sich ab der 12. Lebenswoche bis zum ersten Lebensjahr in einer kleinen, festen Gruppe. Unterstützung, Anregungen und Tipps bekommen sie von PEKiP-Leiterin Claudia Klug. „Im PEKiP-Kursus können die Eltern mit Spiel-, Bewegungs- und Sinnesanreizen ihre Kinder in ihrem ersten Lebensjahr individuell und ganz nach ihren Bedürfnissen fördern“, sagt die Diplom-Pädagogin und Physiotherapeutin. „Die intensive Beschäftigung mit dem Kind und dadurch auch das Wahrnehmen der einzelnen Entwicklungsschritte ihrer Säuglinge stärkt gleichzeitig die Eltern-Kind-Bindung.“ Doch es gibt noch viel mehr, was die Eltern beim PEKiP-Kursus begeistert: „Es ist einfach prima, dass die Kinder mit Gleichaltrigen spielen können“, findet eine Mutter. „Sie schauen sich so viel voneinander ab – wie das Krabbeln zum Beispiel. Wenn es der eine kann, machen es die anderen bald nach.“ Ein großes Plus für die Eltern ist auch der Austausch untereinander. „Manchmal fragt man sich, ob das richtig ist, wenn das eigene Kind das oder das noch nicht kann“, erklärt ein Vater. In der Gruppe werden einem durch die Gespräche unter den Eltern und mit der PEKiP-Gruppenleiterin die Sorgen genommen. „Jedes Kind ist individuell und geht seinen eigenen Weg“, weiß Claudia Klug. „Die einen können schneller greifen, die anderen können andere Dinge besser.“ Wichtig sei, dem Kind die Zeit zu lassen, die es braucht. Und ihm zu helfen, ein Stück weit selbstständig die Welt und die eigenen Fähigkeiten zu entdecken – ohne die Lütten über jedes Hindernis zu heben. Sowieso stehen die Bedürfnisse der Kleinen im Vordergrund – auch in der Gruppenstunde: Wenn ein Säugling zwischendurch Hunger hat, wird er gefüttert, wenn das Baby müde ist, darf es schlafen. Und pünktlich zum Beginn der Gruppe müssen die Eltern auch nicht zwangsläufig erscheinen, schließlich weiß die Leiterin – selbst Mutter –, dass die Windel des Babys immer dann voll ist, wenn man eigentlich los möchte. „Das Wichtigste ist, dass der Kursus Spaß macht – und zwar Eltern und Kindern.“

Kurs-Angebote: Für Kinder, die im August/September/Oktober 2017 geboren wurden, bietet der SkF einen PEKiP-Kurs am Montag von 15.45 bis 17.15 Uhr, in der Förde-Klinik, Mürwiker Straße 115, 24943 Flensburg an. Dort gibt es noch freie Plätze. Ab Dienstag, 17. April, startet zudem einen neuer Kursus für Kinder, die im November/Dezember 2017 oder im Januar 2018 geboren wurden. Die Gruppe trifft sich dienstags von 15.45 bis 17.15 Uhr ebenfalls in der Klinik. Die Kurse sind fortlaufend. Zehn Treffen kosten jeweils 62,50 Euro. Weitere Infos auch über Zuschüsse gibt es beim SkF e.V. Kiel – Beratungsstelle Flensburg – unter Tel. 0461-24824.

  • Jennifer Ruske