Der Nikolaus besucht Kinder

Schwer bepackt kommen am Sonntag, 6. Dezember, der Nikolaus und sein dunkler Geselle Knecht Ruprecht aus den Wäldern nach Elmschenhagen gestiefelt. Ziel der beiden ist das St. Antoniushaus. Am Nikolaustag – der Tag, der nach dem Schutzpatron der Kinder benannt wurde – besuchten sie mit einem großen Gabensack alle Kinder und Jugendliche. „Ward Ihr denn auch brav?“ Eigentlich erübrigt sich diese Frage, die der heilige Nikolaus traditionell den Kindern stellt. Denn in seinem roten Buch stehen jeder Streich, jeder Unsinn, jedes böse Wort, jede nicht gemachte Hausaufgabe, aber zum Glück auch all die guten Gedanken und Taten schwarz auf weiß drin. Woher der Nikolaus von all dem weiß? Das ist das Geheimnis des heiligen Mannes, um den sich zahlreiche, wunderbare Legenden bilden.   Der Nikolaus von Myra ist zwischen 270 und 286 in Patara geboren und soll am 6. Dezember 326 oder 365 gestorben sein. Er war in der ersten Hälfte des 4. Jahrhunderts griechischer Bischof von Myra in Lykien/Kleinasien (das liegt heute bei Antalya/Türkei). Zu seinen Lebzeiten soll der Sohn  reicher Eltern viel Gutes getan haben. So soll er sein ererbtes Vermögen unter den armen Menschen verteilt haben. Ähnlich viel Gutes tun der Nikolaus und sein Helfer Knecht Ruprecht seitdem jedes Jahr wieder. Am Nikolaustag kommt der heilige Mann auf die Erde, um an Kinder kleine Geschenke zu verteilen.