Auszeit unter freiem Himmel – Atempause einmal anders

Eine Atempause der ganz anderen Art konnten jetzt Mitarbeitende sowie Bewohnerinnen und Bewohner des St. Antoniushauses des SkF Kiel erleben.

Haben die Atempause in den Innenhof verlegt (von links): Dr. Maria Schwarte, Petra Hohenhaus-Thier, Markus Engelmann und Andrea Borowski. Papier-Vögelchen gab es als Andenken für alle. Fotos Ruske

Eine Atempause der ganz anderen Art konnten jetzt Mitarbeitende sowie Bewohnerinnen und Bewohner des St. Antoniushauses des SkF Kiel erleben. Statt in der Kapelle fand die Auszeit unter freiem Himmel statt. Und das war längst nicht alles, was sich das Organisations-Team an Ideen hat einfallen lassen.
Durch die Corona-Pandemie konnte die Atempause in der Kapelle des St. Antoniushauses in Kiel-Elmschenhagen nicht stattfinden. Also hat sich das Team der kleinen Auszeit, SkF-Vorstandsvorsitzende Dr. Maria Schwarte, Geschäftsführerin Andrea Borowski, Geschäftsführer Markus Engelmann und SkF-Ergotherapeutin Petra Hohenhaus-Thier, Alternativen ausgedacht: „Wir haben die Auszeit von der Auszeit als Chance genutzt, neue Möglichkeiten zu entwickeln, um das gern genutzte Angebot trotzdem stattfinden zu lassen“, erklärte Dr. Maria Schwarte. Die Idee war, die Atempause nach draußen zu verlegen. Der neue Ort war in diesem Fall der Innenhof des St. Antoniushauses, also „mitten im Herzen des Gebäudes“. Umrahmt ist der Hof von der Cafeteria im Erdgeschoss sowie von zahlreichen Fenstern und Balkonen in den Stockwerken darüber. Das sorgte dafür, dass die Bewohnerinnen und Bewohner des St. Antoniushauses sowie die Mitarbeitenden bereichsübergreifend und zahlreich in den Häusern und am Rand des Innenhofs an der Atempause teilnehmen konnten. Der notwendige Abstand wurde eingehalten.

Eine halbe Stunde dauerte die kleine Andacht, die allen eine Auszeit vom Berufsalltag gewährte. Eine halbe Stunde zum Durchatmen hinter den Mund-Nasen-Masken. Gemeinsam, aber auf Distanz. „Es war eine wunderbare Auszeit“, so der Kommentar aller Teilnehmenden hinterher. Mit Musik, Rosenblättern im Wind und bewegenden Texten und Liedern, die zum Teil in Gebärden übersetzt und mitgesungen wurden. Inhaltlich ging es um das „Auf dem Weg Sein“ des SkF und die notwendigen Atem-Pausen: Mutig sein, etwas Neues wagen, Aufbrechen aus dem Berufsalltag, die Flügel ausbreiten und losfliegen – wie die Papier-Vögelchen, die es als Andenken für alle gab. „Das Aufbrechen gelingt uns durch Mut und Vertrauen auf Gott und zueinander, und natürlich mit Kreativität, Fantasie und immer auch einem Quäntchen Humor im Gepäck“, so Dr. Maria Schwarte. Die positive Resonanz beflügelte das Organisations-Team, diese neue Form der „Atempause mal anders“ weiter auszuprobieren. Sie wird ein weiteres Angebot neben der klassischen Atempause in der Kapelle, die, sobald es die Corona-Beschränkungen zulassen, ebenfalls wieder angeboten werden soll.

  • Jennifer Ruske