Bild Chronik des SkF e.V. Kiel

Chronik

2016: Vorbereitungen für die Feierlichkeiten anlässlich des 100-jährigen Bestehens des SkF: „DA SEIN – LEBEN HELFEN“.

2016: Der Orden der Missionsschwestern zum Heiligen Namen Mariens, der „Netter Schwestern“ schließt den Standort Kiel. Am 16. Juni 2016 feierliche Verabschiedung.

2015: Im Zuge der Neugründung der Pfarrei Franz von Assisi wird der SkF als Ort kirchlichen Lebens zum Mitglied im Pastoralrat berufen

2014: Einweihung der erweiterten Wohngruppe für junge Erwachsene im St. Antoniushaus.

08.09.2014: Übergabe des Schecks „Reinerlös des Entenrennens 2014“ durch den Ministerpräsidenten des Landes Schleswig-Holstein Torsten Albig.

2013 erhält der SkF e.V. Kiel den Zuschlag des Kieler Entenrennens 2014 zu Gunsten der Spielstraße des Kinder- und Jugendhausbereiches im St. Antoniushaus in Kiel-Elmschenhagen. Die Kieler Lions- und Leo Clubs sind Organisatoren eines der größten jährlichen Entenrennen bundesweit, dessen Erlös einem gemeinnützigen Projekt zugutekommt.

10/2011: Erweiterung der Angebote der Schwangerschaftsberatungsstelle im St.Answerushaus „Frühe Hilfen“ durch die Intensiven Ambulanten Hilfen (IAH).

01.09.2011: Inbetriebnahme Kita Rüsterstraße mit zwei Krippengruppen, einer Elementargruppe, einer altersgemischten Gruppe sowie einer Hortgruppe.

01.04.2011: Inbetriebnahme Kita Answerushaus, Muhliusstraße 67 mit zwei Krippengruppen.

2009 wurde im St. Antoniushaus eine Wohngruppe für junge Erwachsene mit schwersten Mehrfachbehinderungen eingeweiht – die erste ihrer Art in Kiel.

Im Jahr 2006 blicken beruflich und ehrenamtlich Tätige des Vereins auf erfolgreiche 90 Jahre zurück und stellen die Jubiläumsaktivitäten unter das Motto „Der Zukunft vertrauen, auf Vergangenes bauen“.
Margarete Brede formulierte in einem Gespräch den Anspruch „Wir wollten alles richtig machen – gegenüber den Kindern, den Frauen, den Behörden, der Gemeinde und dem Stadtteil.“

2004 erfolgen der Neubau für den Mutter-Kind-Bereich und eine umfassende Erweiterung im Wohnbereich für Menschen mit Behinderungen im St. Antoniushaus.

In Kiel ist der SkF e.V. seither an zwei Orten präsent – in der Muhliusstraße und in der Elmschenhagener Rüsterstraße – und aus dem Stadtbild und dem Spektrum der sozialen Leistungen nicht mehr wegzudenken.

In der Muhliusstraße – im jetzigen St. Answerushaus – haben sich die Schwangerschafts- und daraus erwachsen die Schuldnerberatung etabliert. Das St. Antoniushaus bietet Hilfen für Frauen, junge Mütter, Kinder und Jugendliche.

1977 erfolgt die Einweihung des neuen Gebäudes, das dem SkF ein größeres Spektrum an Hilfsangeboten erlaubt. Das Haus bietet eine Säuglingsstation, eine Station zur Pflege schwerstbehinderter Kinder, eine Abteilung zur Aufnahme alleinstehender Frauen für die Zeit vor und nach der Geburt ihrer Kinder, Appartements für gemeinsames Wohnen von Mutter und Kind, Kinderhäuser für familienähnliches Zusammenleben und einen Kindergarten für Kinder aus dem St. Antoniushaus und Kinder aus der Nachbarschaft.

1975 wird der Grundstein für ein neues St. Antoniushaus in Kiel-Elmschenhagen gelegt.

1968 – die Begriffe Heim und Fürsorge werden kritisch hinterfragt – wird der „Katholische Fürsorgeverein für Mädchen, Frauen und Kinde“ in „Sozialdienst katholischer Frauen“ (SkF) umbenannt.

Die Anfänge des Sozialdienstes katholischer Frauen in Kiel

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Nach den Schrecken des Krieges erfolgt am 19.05.1952 die Grundsteinlegung für einen größeren Neubau des St. Antoniushauses in der Muhliusstraße, der bereits im Juni 1953 – das Gebäude ist noch nicht ganz fertig – von den Kindern und ihren Betreuerinnen wieder bezogen wird. Es werden jetzt auch zunehmend behinderte Kinder aufgenommen. Räumliche Enge und die gewachsenen Ansprüche an eine gute Betreuung der Klienten bewegen den Träger und die Heimleitung dazu, den Plan eines weiteren Neubaus ins Auge zu fassen.

Im Zweiten Weltkrieg, am 19.05.1944 wird das Haus durch Bomben zerstört. Die Bewohnerinnen konnten sich zuvor in den Rathauskeller retten.

1924 wird das St. Antoniushauses eingeweiht. 1928 übernehmen die Ordensschwestern vom Heiligen Namen Mariens aus dem Kloster Nette bei Osnabrück die Leitung des Hauses.

1919 wird aus den Mitteln der Katholischen Kirchengemeinde Kiel in der Muhliusstraße 71 ein Haus für den Verein bereitgestellt, das er 1920 erwirbt. Da aber alle Wohnungen in Zeiten großer Wohnungsnot belegt waren, braucht es bis 1924 bis die erste Wohnung in der Muhliusstraße 71 für fürsorgliche Zwecke genutzt werden kann. Kiel verfügt nunmehr über eine Unterkunft für „alleinstehende Mädchen und Frauen, die aus ländlichen Gebieten im Osten kommend den Gefährdungen der Hafenstadt Kiel nicht gewachsen waren.“ (Zitat aus einem nicht namentlich gekennzeichneten Bericht des SkF)

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1916: In einer durch Krieg und Not gekennzeichneten Situation gründen katholische Frauen in Kiel den „Katholischen Fürsorgeverein für Mädchen, Frauen und Kinder“. Vorausgegangen war 1899 eine Vereinsgründung durch Agnes Neuhaus in Dortmund. Bald danach wurden im gesamten Reichsgebiet, zunächst mit Schwerpunkt auf die großen Städte im Ruhrgebiet, weitere Ortsgruppen ins Leben gerufen, sodass Agnes Neuhaus 1903 auf diese Entwicklung mit der Gründung des „Zentralverbands der Katholischen Fürsorgevereine“ reagierte. 1907 wird für den Gesamtverein „Katholischer Fürsorgeverein für Mädchen, Frauen und Kinder“ eine gemeinsame Satzung beschlossen.

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1916 erfolgt mit dem Kieler Verein die erste Gründung im eher protestantischen Norden. „Die mit der Industrialisierung eingeleitete Fluktuation vom Lande in die Stadt – in Folge der Kriegsereignisse auch von weit her – brachte junge Mädchen in die größeren Städte mit der Hoffnung auf Arbeit und Verdienst. Entwurzelung, Obdachlosigkeit, sittliche Gefährdung bis zur Prostitution waren häufig die Folgen und brachten Notlagen, für die es damals kaum Hilfen gab. Erste Hilfe, wenn sie versucht werden sollte, bestand vor allem in einem Dach über dem Kopf für das Mädchen wie auch in vielen Fällen für das zu erwartende Kind. Dabei sah man hier ursprünglich – das lässt sich aus den Akten entnehmen – eine konfessionelle Aufgabe, denn man begegnete einer großen Zahl katholischer Mädchen, die aus allen Teilen des Reiches, insbesondere aus Schlesien zugezogen waren.“ (aus einem Schreiben von Margarete Brede 1977, SkF-Vorsitzende von 1964-1989 und von 1971-1985 Vorsitzende des Gesamtverbandes).